Beim Hoffest und Sängertreffen wurde eine Ofenausstellung gezeigt, bei der 13 altertümliche Öfen zu bewundern waren.
Der heimliche Star des Nachmittags war der Sägespäneofen, denn er war in Betrieb und spendete wohlige Wärme bei herbstlichen 15 Grad Celsius.Ein Sägespäneofen wird wie der Name schon sagt, mit Sägespänen gefüllt. Der Trick ist, dass die Späne in einen zylindrischen Behälter gefüllt (siehe Bild) und festgestampft werden. Vorher wird in der Mitte des Behälters ein Pfahl aufgetellt, der zum Schluss herausgezogen wird und dann ein Loch in den verfestigten Spänen hinterläßt. Der Zylinder wird in den Ofen gestellt, im Loch wird mit etwas Papier ein Feuer entzündet, die Sägespäne glimmen ganz langsam vor sich hin und der Ofen spendet über Stunden Wärme. - Einfach, aber sehr wirkungsvoll.
Außerdem war auch der Kaffeeröstofen extra angefeuert worden. In ihm wurde aber kein Kaffee, sondern Gerste geröstet. Die Gerste wird zum Rösten in den Kugelbehälter gefüllt, der dann kontinuierlich über dem im Ofen brennenden Holzfeuer gedreht wird. Dazu ist am Kugelbehälter extra eine Kurbel angebracht. Die geröstete Gerste wird, nachdem sie dunkelbraun ist, in einer Darre abgekühlt und gesiebt. Zum Schluss wird sie mit einer Kaffeemühle gemahlen und mit heissem Wasser aufgebrüht.
Dann hat man einen leckeren Malzkaffee, der auch unseren Gästen gut geschmeckt hat.



Unsere Ofenausstellung 2008







